Das amerikanische Wort “Serendipity” hat keine direkte deutsche Übersetzung. Es wird verwendet, wenn jemand sehr eifrig an etwas arbeitet oder nach etwas sucht, und dann plötzlich auf etwas stößt, etwas ungemein Beglückendes, von dem er nicht wusste, dass es existierte. Eine schöne Beschreibung für diesen Abend im November 1999 im kleinen Berliner Club “A-Trane”.
Drei Meister ihres Fachs, die in den 80er Jahren gemeinsam im Paul Motains Quintett gespielt hatten, kamen zu einem exklusiven Gastspiel zusammen, das vom Deutschlandfunk aufgezeichnet wurde und jetzt erfreulicherweise auf CD vorliegt. Die Herausforderung des Trioformats mit Tenorsaxophon, Bass und Schlagzeug begegnen die drei inspiriert und konzentriert. Coltrane wird mit seinen Kompositionen “26-2″, und “Lonnie’s Lament” ebenso gefeiert wie Monk mit “Ba-lue Bolivar Ba-lues-are”. Die übrigen vier Titel sind Eigenkompositionen. Lovano besticht mit seinem majestätischen Ton und seiner unendlichen solistischen Kreativität, Motain treibt das Trio mit seinem anregenden Puls, Schuller tritt immer wieder aus der Rhythmus-Rolle heraus und steuert ausdrucksstarke Basslinien bei. Die Begeisterung des Berliner Publikums ist leicht nachzuvollziehen.
Hans-Bernd Kittlaus / JazzPodium 6-2009, Seite 73
Translation by Aparajita Koch




